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Referenzen

Aus der Praxis: Modellwahl an sechs Arbeitsplätzen

Die Fälle sind nach dem Muster Bedingungen – Einschränkungen – Lösung – Ergebnis geschrieben, ohne Kundennamen. Der Wert liegt nicht im Modell, sondern darin zu sehen, wo andere hängen bleiben: Liniengeschwindigkeit, Material des Codes, Montageabstand, Protokoll der übergeordneten Steuerung. Ähneln Ihre Arbeitsplätze in diesen Punkten, lässt sich das Ergebnis meist übertragen.

Fallbeispiel

Bedingungen, Einschränkungen, Lösung und Ergebnis

Kundennamen und Vertragsdaten werden in den Fallbeispielen nicht genannt.

Automobilzulieferer

Rückverfolgbarkeit der Prozesscodes an der Montagelinie

Bedingungen: Werkstücke laufen auf dem Band, lasergravierte Matrixcodes auf Metallteilen

Lösung: XT8161 (1408×1024, Polarisations-Tubus) + Lichtschranken-Trigger

Ergebnis: Erfassung pro Stück getriggert, Ergebnisse gehen an die SPS, nicht gelesene Stücke werden automatisch zur Kontrolle ausgeschleust

3C-Elektronikwerk

Lesen der Platinennummer an der SMT-Linie

Bedingungen: geringe Platinenabstände, dichte Matrixcodes der Platinennummer, schnelle Taktzeit

Lösung: XT8131A (1280×1024) + Nahbereichsobjektiv

Ergebnis: Platinennummer an den Auftrag gebunden, Lesezeit bleibt innerhalb der Taktreserve

Batteriehersteller

Gravierte Codes auf Elektroden und Zellen

Bedingungen: starke Reflexion auf Metallflächen, geringer Kontrast gravierter Codes

Lösung: XT8161 + flach einfallendes Licht + Polarisation

Ergebnis: nach Abstimmung von Lichtwinkel und Polarisation stabile Leserate, keine manuelle Nacherfassung mehr

Lager und Logistik

Wareneingangsprüfung kompletter Paletten

Bedingungen: 60 Stück pro Palette, Etiketten seitlich am Karton, manuelles Scannen kostet Zeit

Lösung: XTMZ40 Area-Scan-All-in-One-Gerät

Ergebnis: ganze Palette in einer Aufnahme gelesen, Ausgabe mit Position, manuell bleiben nur die wenigen nicht gelesenen Stücke

Paketstation

Scannen bei Warenein- und -ausgang

Bedingungen: drei Personen teilen einen Rechner, scannen gleichzeitig, viele Kabel am Arbeitsplatz

Lösung: XT6202HD-N drahtloser Shared-Handscanner, viele Scanner ein Empfänger

Ergebnis: ein Empfänger für drei Scanner, treiberfreie Ausgabe, das System der Paketstation bleibt unverändert

Pharmagroßhandel

Erfassung von Chargennummern und regulatorischen Codes

Bedingungen: schnelle Verpackungslinie, Leseprotokolle müssen nachvollziehbar sein

Lösung: XT8131A Netzwerkversion + Protokoll-Upload

Ergebnis: Leseprotokolle archiviert, auffällige Stücke separat gekennzeichnet, Rückverfolgbarkeit gegeben

Gemeinsamkeiten

Ein gemeinsamer Entscheidungsfaden hinter sechs Fällen

Die Bedingungen in vier Parameter übersetzen: Abstand, Codeart, Taktzeit, Protokoll.

Betrachtet man die sechs Fälle zusammen, folgt die Auswahl immer demselben Ablauf: zuerst die Bedingungen in vier messbare Parameter übersetzen, dann in der Modelltabelle einordnen.

ParameterWie aus den Bedingungen eine Auswahl wirdPassender Modellbereich
Montageabstand und SichtfeldAbstand Objektiv zu Werkstück + benötigte Breite des SichtfeldsNahbereich mit breitem Sichtfeld: 6mm; kleine Objekte aus der Distanz: 12–15mm; komplette Palette: Area-Scan
Codeart und ModulgrößeModulgröße und Kontrast des Codes messen, 30% Reserve einplanenPapieretiketten ab 5 mil sind mit einem Megapixelsensor abgedeckt; bei Mikrocodes und DPM hohe Auflösung + Polarisation
TaktzeitTeile pro Minute und Vorschubgeschwindigkeit des WerkstücksGlobal-Shutter + externer Trigger; bei hoher Geschwindigkeit Modelle ab 60fps
Übergeordnete Steuerung und ProtokollSPS-Typ, ob Protokolle hochgeladen werden sollenProfinet / EthernetIP / Modbus über den Netzwerkanschluss; Einzelgerät über USB

Sind diese vier Parameter geklärt, bleiben meist ein bis zwei Kandidaten. Erst dann ein Muster zum Testaufbau zu schicken ist deutlich effizienter, als fünf Modelle gleichzeitig zu versenden.

Eine weitere Gemeinsamkeit: In drei der sechs Fälle wurde bei der ersten Auswahl übersehen, dass sich das Werkstück bewegt. In der statischen Vorführung liest das Gerät sauber, an der Linie fällt die Leserate. Das zeigt sich in der Testphase bei echter Liniengeschwindigkeit, man muss nicht auf die Serie warten.

Analyse

Ein Projekt, das beim ersten Anlauf nicht lief – wo lag das Problem

Aufgeschrieben, damit andere einen Umweg sparen.

Vor einigen Jahren lief ein Linienprojekt mit einem universellen Lesegerät: In der Testphase wurde sauber gelesen, in der Serie traten dann Leselücken auf. Die Analyse ergab drei Punkte: Erstens hatte der Kunde die Oberflächenbehandlung geändert, von Sandstrahlen auf Bürsten, wodurch sich die Reflexionsrichtung verschob; zweitens war die Beleuchtung festes weißes Licht ohne Winkelverstellung; drittens war die Halterung zu wenig steif, die Vibration der Linie ließ das Sichtfeld leicht wandern.

Jeder der drei Punkte allein war unkritisch, zusammen ergaben sie ein Serienproblem. Danach haben wir drei Dinge geändert: Licht mit verstellbarem Winkel, zusätzliche Polarisationsfolie, verstärkte Halterung mit Dämpfungspads. Das Problem verschwand, aber es kostete fast einen Monat, und die Linie stand zwei Tage.

Danach stellen wir in der Auswahlphase immer drei Fragen: Wie ist die Oberfläche des Werkstücks behandelt, lässt sich die Beleuchtung verstellen, wie wird die Halterung befestigt. Wären diese drei Fragen von Anfang an gestellt worden, hätte das Projekt diesen Umweg nicht gebraucht.

Deshalb sollten Sie in Fallbeispielen nicht nur den geglückten Teil lesen. Die Analyse eines Fehlschlags ist oft lehrreicher, weil sie zeigt, welche Schritte unauffällig aussehen und in der Praxis zum Problem werden.

Wenn Ihr Arbeitsplatz einem der Fälle ähnelt, sagen Sie einfach: „Wir sind ähnlich wie der Fall mit den Automobilzulieferteilen, aber mit halber Liniengeschwindigkeit“. Der Techniker kann auf den vorhandenen Ergebnissen aufsetzen, das senkt den Abstimmungsaufwand deutlich. Fallbeispiele dienen nicht zum Abschreiben von Modellen, sondern dazu, die Diskussion eine Ebene höher zu beginnen.

Andere Stückzahlen, andere Auswahlstrategie

Einzelplatz-Testaufbau und Ausstattung einer ganzen Linie folgen unterschiedlicher Logik. In der Testphase wählt man zuerst ein Standardmodell und passt Arbeitsplatz über Halterung und Kabel an, um kein Werkzeug für wenige Geräte zu bauen; ist die Linie stabil, werden Halterungen zur Sonderanfertigung und der Montageaufwand pro Gerät sinkt.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Prüfung. Ein Einzelgerät lässt sich von Hand testen; für eine ganze Linie braucht es Vorrichtungen und Abläufe, sonst frisst der Prüfaufwand die Kosten. Viele Werke merken das erst beim Ausbau der Linie und müssen dann im laufenden Betrieb nachbessern.

Deshalb ist es sinnvoll, im Gespräch über die Lösung gleich „wie viele Linien laufen heute, wie viele sind nächstes Jahr geplant“ zu nennen. Wir geben dann für beide Stufen getrennte Empfehlungen, statt eine Konfiguration durchzuziehen.

Zulassungen und Schutzrechte

Entwicklung und Fertigung

Mechanik, optische Abstimmung und Decoder-Software entstehen im eigenen Haus; jeder Parameter im Konzept lässt sich auf Messungen und Prüfprotokolle der Fertigung zurückführen.

RoHS-Konformitätszertifikat
RoHS-Konformitätszertifikat
Zertifikat Schutzart IP52
Zertifikat Schutzart IP52
Zertifikat als Softwareunternehmen
Zertifikat als Softwareunternehmen
FAQ

Häufige Fragen (FAQ)

Die folgenden Fragen stammen aus tatsächlichen Anfragen von Instandhaltungsabteilungen, Lagerlogistik und Systemintegratoren; die Antworten lassen sich direkt als Grundlage für die Auswahl verwenden.

Können Sie sagen, welcher Kunde hinter einem Fallbeispiel steht?

Nein. Die Fälle beschreiben nur Arbeitsplatztyp und Bedingungen, Kundennamen und Vertragsdaten werden nicht genannt. Details zu einem vergleichbaren Arbeitsplatz können wir am Telefon besprechen.

Unsere Bedingungen weichen von den Fällen ab – taugen sie trotzdem als Anhaltspunkt?

Die Beschreibung der Bedingungen und die Auswahllogik lassen sich übertragen; das konkrete Modell muss über Ihren Montageabstand, Ihr Code-Muster und Ihr Protokoll neu bestätigt werden.

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